NÖ GVV schaltet wegen der Stützkräfte-Kosten den Verfassungsgerichtshof ein

NÖ GVV schaltet wegen der Stützkräfte-Kosten den Verfassungsgerichtshof ein


Der NÖ GVV sieht bei Finanzierung der Pflichtschulstützkräfte eine grobe Kompetenzüberschreitung zu Lasten der Gemeinden und schaltet nun den Verfassungsgerichtshof ein. Alle Gemeinden sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen, die Kommunen von dieser illegalen Kostenbürde zu befreien.

Die Kosten für die Stützkräfte in den nö. Pflichtschulen werden zur Gänze von den Kommunen getragen. Verantwortlich für diese Praxis zeichnet die aktuelle Landesgesetzgebung. „Aber wir sind der Meinung, dass das überhaupt nicht rechtskonform ist,“ so NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross, „deshalb haben wir Anwälte beauftragt, diesen Sachverhalt genau zu prüfen.“ Und das Gutachten der Experten der hba Rechtsanwälte GmbH (Wien) kommt ebenfalls zum Ergebnis, dass das Abwälzen der Stützkräftekosten auf die Gemeinden klar rechtswidrig ist. Deshalb initiiert der NÖ GVV nun Individualanträge von Gemeinden an den Verfassungsgerichtshof. Bis Mitte Oktober werden diese durch die Kanzlei hba gesammelt und dann beim Verfassungsgerichtshof eingebracht.

Die derzeitige katastrophale Finanzsituation der Gemeinden ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass von Bund und Ländern Aufgaben an sie übertragen wurden, die gar nicht in ihren Verantwortungsbereich fallen. „Ein klassisches Beispiel dafür ist das Pflichtschulwesen. Die Städte und Gemeinden sind per Gesetz nur Schulerhalter, haben also keine direkte pädagogische Aufgabe, sondern sind für die Erhaltung und Betrieb des Schulgebäudes zuständig. Seit vielen Jahren hat sich jedoch eingeschlichen, dass man die Kommunen auch bei der Finanzierung pädagogischer Aufgaben, im Bereich von Stützkräften in Form des Sonderpädagogischen Förderbedarfs heranzieht. Nach unserem Verständnis ein klarer Verfassungsbruch und eine grobe Kompetenzüberschreitung des Landes, die sich hier eingeschlichen haben. Noch dazu steht es den Städten und Gemeinden nicht zu, wenn eine Kommission einen solchen Bedarf feststellt, einen entsprechenden Bescheid zu erhalten, wie bei vielen Materien in unserem Rechtsstaat üblich, um gegen diesen auch Rechtsmittel einzulegen, sondern die Kommunen bekommen die Kosten einfach vorgeschrieben – ohne jedes Mitspracherecht.“

Beispiel 1, Ternitz: Die Pflichtschul-Stützkräfte in Ternitz kosten der Stadtgemeinde für das Schuljahr 2026/2027 133.710,60 Euro. Das sind die Bezüge inkl. Dienstgeber-Kosten. Die Stützkräfte werden in den Sommerferien abgemeldet.

Beispiel 2, Schwechat: Die Kosten für die Pflichtschul-Stützkräfte in Schwechat in Volks- und Mittelschulen betragen 249.958,92 Euro. Dazu kommen anteilige Kosten Sonderschule (Verband) in der Höhe von 183.250,57 Euro. In Summe betragen die Kosten für die Stadt Schwechat für das aktuelle Schuljahr 433.209,49 Euro. In Schwechat sind die Stützkräfte ganzjährig beschäftigt.

Kollross: „Ich lade deshalb, über jede Parteigrenze hinweg, alle nö. Gemeinden ein, uns durch einen entsprechenden Individualantrag an den Verfassungsgerichthof bei der Behebung dieses Missstands, der zum groben Nachteil der Kommunen gereicht, zu unterstützen! Es ist mir wichtig, festzuhalten, dass es sich hier um kein parteipolitisches Manöver handelt, a la der rote Gemeindevertreterverband verklagt das schwarze Bundesland, sondern mir geht es ausschließlich um Rechtssicherheit und eine Klärung der Sachlage, verbunden mit einer finanziellen Entlastung der Städte und Gemeinden. Wir als GemeindevertreterInnenverband verstehen sich hier nur als ausführendes Organ für die Kommunen, für die wir die Klage einbringen und umsetzen. Wir sind der Robin Hood für die Gemeinden!“

Kollross weiter: „Und ich möchte auch festhalten, dass unsere Klage ausdrücklich nicht gegen die Kinder und ihre Familien gerichtet ist. Kinder, die Unterstützung brauchen, müssen diese auch erhalten. Die einzige Frage dabei ist, wer dafür die Kosten tragt. Wenn der Verfassungsgerichtshof unsere Rechtsauffassung teilt, wovon ich ausgehe, müssen sich in einem zweiten Schritt Länder und Bund im Finanzausgleich darüber verständigen, wer in Zukunft diese Kosten trägt. Die Kommunen werden es dann nicht mehr sein, nachdem ich nicht davon ausgehe, dass man diesbezüglich die Verfassung ändert und etwas zum Recht macht, was bisher unrecht war.“

Und hba-Rechtsanwalt Mag. Johannes Zink: „Hier liegt ein klarer Rechtsbruch zu Lasten der Gemeinden vor. Das Land Niederösterreich verpflichtet die Gemeinden dazu, jene Kosten zu tragen, welche eigentlich vom Land selbst zu tragen wären.“

Hier das Procedere, für Gemeinden, die sich der NÖ GVV-Initiative anschließen wollen:

Für den einschlägigen Individualantrag an den Verfassungsgerichtshof ist ein entsprechender Beschluss des Gemeindevorstands nötig. Der NÖ GVV hat einen Musterantrag für so einen Gemeindevorstandsbeschluss für einen Individualantrag an den Verfassungsgerichtshof vorbereitet – Gemeinden können diesen ab sofort im Büro des NÖ GVV anfordern.

Die erfolgten Beschlüsse sollten dann bis allerspätestens 15. Oktober 2026 an den NÖ GVV übermittelt werden. Der Verband wird sie dann an die hba Kanzlei weiterleiten. Von dort werden die Individualanträge gesammelt an den Verfassungsgerichtshof übermittelt.

Am Bild: NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross, hba-Rechtsanwalt Mag. Johannes Zink

Foto: NÖ GVV/hm

Trauer um Altbürgermeister Gerald Matzinger

Trauer um Altbürgermeister Gerald Matzinger

Große Betroffenheit herrscht in der Stadtgemeine Groß-Siegharts (WT) über den Tod des beliebten früheren Bürgermeisters Gerald Matzinger, der am 18. August im Alter von nur 61 Jahren verstorben ist.

Der Polizeibeamte Gerald Matzinger startete seine Karriere im Stadtparlament im März 2005 als einfacher Gemeinderat, im November 2009 avancierte er zum Stadtrat, im März 2010 zum Vizebürgermeister. Und schließlich wurde er im April 2013 zum Bürgermeister der Waldviertelmetropole gewählt.

In der Folge war er auch unter anderem als Vertreter der Stadtgemeinde in der Kleinregion Zukunftsraum Thayaland, Waldviertler Grenzland und im Wasserverband Thaya Mittellauf aktiv. Er galt als engagierter Stadtchef, der immer versuchte, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen. Privat war er als Laiendarsteller beim Bunten Abend des Bildungs- und Geselligkeitsvereins Ludweis, für den er noch im März dieses Jahres auf der Bühne stand, ein Publikumsliebling.

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Geri Matzinger war ein Bürgermeister mit Herz und Seele. Seiner Heimatstadt zugetan und überaus engagiert. Unser Dank und Respekt sind ihm sicher und unsere Anteilnahme seinen Hinterbliebenen.“

Die Aufbahrung des Altbürgermeisters findet am Freitag, den 28. August, ab 12 Uhr in der Stadtpfarrkirche Groß-Siegharts statt, der Trauergottesdienst beginnt dort um 14.30 Uhr.

Foto: NÖ GVV Archiv

Der NÖ GVV trauert um Alt-Bgm. Rupert Schwarz

Der NÖ GVV trauert um Alt-Bgm. Rupert Schwarz

Der Alt-Bürgermeister von Grafenbach-St. Valentin im Bezirk Neunkirchen verstarb am 15. August im 83. Lebensjahr.

Rupert Schwarz war seit 1. April 1964 Mitglied der SPÖ und über Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen für die Sozialdemokratie tätig. Bereits ab 1967 war Schwarz als Beisitzer im Ortsparteivorstand tätig, später übernahm er weitere verantwortungsvolle Tätigkeiten. Von 1976 bis 1989 war er Obmann-Stellvertreter und von 1989 bis Anfang der 1990er Jahre war er Vorsitzender der SPÖ Grafenbach.

Sein besonderes Engagement galt der Gemeindepolitik:
Ab 1975 war Rupert Schwarz Gemeinderat, 1985 avancierte er zum geschäftsführenden Gemeinderat, 1990 zum Vizebürgermeister und von 1995 bis 2010 übte er das Amt des Bürgermeisters der Marktgemeinde Grafenbach-St. Valentin aus.
Sein politischer Weg war geprägt von Einsatz, Verlässlichkeit und der festen Überzeugung, dass Politik vor allem für die Menschen da sein muss.

Für sein jahrzehntelanges Engagement wurde Schwarz 2012 mit der Victor-Adler-Plakette ausgezeichnet. Weiters war er Träger des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Niederösterreich und Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich.

Bürgermeisterin Mag.a Sylvia Kögler: „Rupert Schwarz war mein unmittelbarer Amtsvorgänger und er hat diese verantwortungsvolle Aufgabe stets mit Freude, Stolz und großem Engagement ausgeübt. Es war ihm immer ein Bedürfnis, Bürgermeister für alle Menschen in der Markgemeinde Grafenbach-St. Valentin zu sein und das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen. Er hat damit ein Stück Geschichte der SPÖ Grafenbach und der Gemeinde Grafenbach-St. Valentin mitgeschrieben.“

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Mehr als 45 Jahre kommunalpolitisches Engagement sind eine außergewöhnliche Lebensleistung. Dafür gebührt Rupert Schwarz unser höchster Respekt und große Dankbarkeit. Und seinen Angehörigen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.“

Foto: SPÖ Grafenbach-St. Valentin

Groß-Enzersdorf trauert um seinen Alt-Bürgermeister Rainer Hübl

Groß-Enzersdorf trauert um seinen Alt-Bürgermeister Rainer Hübl

Am 27. Juni 2026 verstarb Rainer Hübl (Bild) nach langer, mit Geduld ertragener, Krankheit 81-jährig im Kreis seiner Familie. Der verdiente Sozialdemokrat war von 1995 bis 2007 Bürgermeister der Stadt Groß-Enzersdorf (GF).

Seine enge Verbundenheit mit der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf spiegelte sich in seinem jahrzehntelangen lokalpolitischen Engagement wider, das 1980 mit seinem Einzug in den Gemeinderat begann.

Von Dezember 1983 bis April 1995 war Rainer Hübl als Stadtrat für Kultur tätig. Die Förderung des örtlichen Heimatvereins sowie die Weiterentwicklung des kulturellen Angebots in Groß-Enzersdorf waren ihm ein besonderes Anliegen. Mit großem Interesse widmete er sich auch der Stadt-Geschichte, so fanden die Feierlichkeiten zum 600-jährigen Stadtjubiläum mit einem historischen Festumzug während seiner Zuständigkeit statt.

Von Jänner 1972 bis November 2003 war Rainer Hübl als Mitarbeiter der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf in der Lohnverrechnung sowie im Standesamt tätig. Er war ein geschätzter Kollege, der durch seine Hilfsbereitschaft, seinen Optimismus und seine Fähigkeit, Brücken zu bauen, große Anerkennung genoss.

Von April 1995 bis zum 31. Dezember 2007 führte er als Bürgermeister mit Weitblick, Herzlichkeit und großem Engagement die Geschicke der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf. In seine Amtszeit fielen zahlreiche bedeutende Projekte, darunter der Bau des Kindergartens Am Weinling und der Volksschule Oberhausen sowie die Neugestaltung des Kirchenplatzes und weitere wichtige Infrastrukturmaßnahmen. Darüber hinaus setzte er den ersten Schritt zur Städtefreundschaft mit Freising. Auch das Vereinswesen und die Förderung des Ehrenamts lagen ihm stets besonders am Herzen.

Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec: „Mit Rainer Hübl verliert die Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf einen engagierten Kommunalpolitiker, einen geschätzten Kollegen und einen Menschen, der sein Leben mit großer Hingabe in den Dienst seiner Heimatgemeinde und seiner Familie gestellt hat. In Dankbarkeit und Respekt nehmen wir Abschied.“

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Rainer Hübl war ein vorbildlicher Bürgermeister, umsichtig, weitblickend, engagiert. Und er wurde auch wegen seiner Freundlichkeit von den Menschen gemocht. Dafür sind wir ihm Respekt und Anerkennung schuldig. Und unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie.“

Rainer Hübl hinterlässt seine Frau Hilde, einen Sohn, zwei Töchter und fünf Enkelkinder.

Das Begräbnis wird am 15. Juli stattfinden.

Foto: z. V. g.

Purkersdorf hat jetzt eine Bürgermeisterin

Purkersdorf hat jetzt eine Bürgermeisterin

Jasmin Klemmer-Schlögl (42, Bild) wurde am Abend des 6. Juli mit 20 von 29 Stimmen zur neuen Bürgermeisterin der Stadt Purkersdorf (StP-Land) gewählt. Sie folgt damit Stefan Steinbichler nach, der von seinem Amt am 22. Juni aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

In Purkersdorf verteilen sich die Mandate so:

14 SPÖ, 6 ÖVP, 4 LISTE BAUM, 3 GRÜNE, 3 FPÖ, 2 NEOS, 1 Liste PROP

Der Wechsel an der Spitze verlief nicht ganz friktionsfrei. Denn zur BGM-Neuwahl war in einem ersten Versuch bereits für den 30. Juni geladen worden. Aber von den 33 Purkersdorfer MadatarInnen sind zu dieser Sitzung nur die 14 GemeinderätInnen der SPÖ-Fraktion im Stadtsaal erschienen. Zu wenig für die zur Neuwahl benötigte Zweidrittelmehrheit. Im Zweitversuch am 6. Juli reichte dann eine einfache Stimmenmehrheit der anwesenden MandatarInnen, um die Stadtspitze wieder zu besetzen.

Die Wahl fand unter dem Vorsitz von Vize-Bgm. Viktor Weinzinger statt. Insgesamt wurden 29 Stimmzettel abgegeben, davon war einer ungültig. Acht Stimmen entfielen auf den ÖVP-Mandatar Martin Koller, SPÖ-Stadträtin Jasmin Klemmer-Schlögl kam auf 20 Stimmen, die ihre Wahl annahm. In einer ersten Stellungnahme meinte die Neo-Bürgermeisterin: „Ich freue mich sehr darüber. Mir ist es wichtig, die Lebensqualität zu erhalten und gemeinsam für Purkersdorf zu arbeiten.“ Sie stehe für die Stärkung des Wir-Gefühls in der Stadtgemeinde, Stabilität und eine konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.“ Und weiter: „Ich möchte auch jene acht Mandatare, die mir ihre Stimme nicht gegeben haben, von meiner Arbeit überzeugen. Denn wir brauchen ein neues Miteinander.“

Neo-Bürgermeisterin Jasmin Klemmer-Schlögl, BA MSc (42), besitzt ein abgeschlossenes Studium Media- und Kommunikationsberatung an der FH St.Pölten und ein FH Masterupgrade Eventmanagement ebendort. Sie arbeitet seit 2019 als Assistentin der Geschäftsführung Wirtschaftsbetriebe der Stadt Purkersdorf und engagiert sich seit 2025 im Gemeinderat – als Stadträtin für Frauen, Bildung, Gesundheit und Familien. Seit 2020 ist Klemmer-Schlögl, Tochter von SPÖ-Grande Karl Schlögl, auch als Obfrau des Elternvereins der Volks- und Sonderschule Purkersdorf tätig.

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Ich gratuliere Jasmin Klemmer-Schlögl zur Wahl und wünsche ihr für diese neue, verantwortungsvolle, aber auch schöne Aufgabe nur das Allerbeste. Und ich freue mich über eine weitere starke sozialdemokratische Frau an der Spitze einer Gemeinde.“

Foto: z. V. g.

NÖ Kommunalgipfel 2026

NÖ Kommunalgipfel 2026

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross (Bild) zieht eine durchwachsene Bilanz: „Grund für großen Jubel bei den Gemeinden ist das Ergebnis dieses Kommunalgipfels sicher nicht. Wir haben umständehalber diesmal noch zugstimmt, aber auch deutlich gemacht, dass beim kommenden Finanzausgleich nachhaltige Verbesserungen für die Gemeinden unumgänglich sind.“

3. österreichweiter BürgermeisterInnentag

3. österreichweiter BürgermeisterInnentag

Ein neues Format für die Kommunalen Sommergespräche: Am 2. September findet im Vorfeld der traditionellen Sommergespräche (3./4. September) in Bad Aussee der 3. österreichweite BürgermeisterInnentag statt. Und zwar im Kur- & Congresshaus, Kurhausplatz 144. Eine Anmeldung gilt für alle drei Tage.

Gestartet wird mit dem Bürgermeistertag am Mittwoch, den 2. September, mit diesem Programm:

9.00 bis 9.30 Uhr

„Aktuelle Gemeindethemen im Fokus“

Gemeinde-Blick aufs große Ganze mit Johannes Pressl (Österreichischer Gemeindebund)

9.30 bis 10.00 Uhr

#Mehr-Wert-Lösungen für Gemeinden mit Andreas Schlögl (BDO)

10.05 bis 10.35 Uhr

„Bei der Vergabe nichts falsch machen“, BVergG-Novelle 2026 mit dem Vergabeexperten Emir Prcić (ANKÖ) und einem lokalen Vergabejuristen

10.40 bis 11.00 Uhr

„Kann Standardisierung von Infrastruktur Kosten reduzieren?“ mit Robert Mayer (Österr. Bundesfeuerwehrverband)

11.05 bis 11.25 Uhr

„Optimierungspotentiale für Gemeinden“ mit Heinz Hofstaetter und Werner Lehner (Finance & Risk Consult GmbH)

11.30 bis 11.50 Uhr

„KI-Tools als Beispiel Baubescheidgenerator“ mit Manfred Schlager, Georg Rossek (KI-Quadrat)

11.55 bis 12.15 Uhr

„Amtshaftung – rechtliche Fehler im Amt“ mit Martin Paar (Rechtsanwalt)

12.15 bis 13.00 Uhr

Mittagspause, Vernetzung und Austausch, Infotische

13.05 bis 13.35 Uhr

„Der digitale Euro, Was Österreichs Gemeinden dafür tun können“ mit Josef Meichenitsch

13.40 bis 14.00 Uhr TALK

„Nahversorgung um welchen Preis?“ mit Florian Klein (REWE) und Johannes Pressl (Österr. Gemeindebund)

14.05 bis 14.20 Uhr TALK

„Kommunale Perspektiven, Kapitel 2 Kommunikation“ mit Peter Filzmaier (Institut für Strategieanalysen), Johannes Pressl (Österr. Gemeindebund), Michael

Zimper und Hans Braun (Österr. Kommunalverlag)

14.25 bis 14.45 Uhr

„Wie verändern digitale Medien unsere Gesellschaft?“ mit Reinhard Raml (Geschäftsführer des Institutes für empirische Sozialforschung (Ifes-Institut))

14.50 bis 15.10 Uhr

„Gemeinde.macht.mobil“ mit Herbert Götz

15.15 bis 15.40 Uhr

„Out-of-the-Box- Nutzungen von Leerständen insbesondere Nutzungen von Bauernhöfen“ mit Hans Zeiner (Architekt)

15.45 bis 16.05 Uhr

„Vom Burnout zurück ins Amt“ mit Patrick Strobl (Bürgermeister Melk, Niederösterreich)

16.10 bis 16.25 Uhr

„Lonera Speedy Walk“ mit Erika Krizsan (Longevity Hub Austria)

16.30 bis 16.45 Uhr

„Autonomes Fahren“ mit Bettina Gusenbauer und Markus Gansterer (Österreichische Postbus AG)

16.50 Uhr

Summary mit Johannes Pressl (Österr. Gemeindebund)

17.00 Uhr

kulinarisches & musikalisches (Wanderbühne Tarkabarka aus Liechtenstein) Netzwerken im Kurhaus

19.00 Uhr

„Autonomes Fahren“ in der Praxis (Ort folgt)

Der Donnerstag, 3. September, ist als gemeinsame Veranstaltung von Österr. Gemeindebund und Kommunalkredit im Kurhaus konzipiert und stellt den übergreifenden Dialog zwischen kommunalen und finanzwirtschaftlichen Themen in den Mittelpunkt. Am Freitag, 04.09.2026 erfolgt eine gezielte Vertiefung – inhaltlich wie räumlich getrennt – mit spezifischen Formaten für die jeweiligen Teilnehmerkreise: Während der Österreichische Gemeindebund zum Europa-Frühschoppen ins Kurhaus Bad Aussee einlädt, veranstaltet die Kommunalkredit einen Business-Talk für ihre Kundinnen und Kunden zum Thema Finanzierung im Veranstaltungszentrum Bad Aussee (VAZ).

Alle Infos unter: https://gemeindebund.at/termine/3-burgermeisterinnen-burgermeistertag-2026/

Anmeldung unter: https://reglist24.com/ba2026

Die neue KI ist erschienen!

Die neue KI ist erschienen!

KI magazin 01-2026

Aus dem Inhalt:

+ Interview mit der renommierten KI Expertin Mag.a Barbara Herbst

+ Starke Minderheit: Yspertal (ME)

+ Ortsreportage: Himberg (BL)

+ „Für Dich. Für Deinen Ort“ – eine erfolgreiche Tour

+ FF-App LENA jetzt auch für BürgermeisterInnen

+ Der Gemeinde-Rat I: KI in der Verwaltung, Guntramsdorf macht’s vor

+ Der Gemeinde-Rat II: die neuen KI-Anwendungsrichtlinien der EU

30 Jahre an der Spitze: Bewegende Überraschung für Bgm. Alfredo Rosenmaier!

30 Jahre an der Spitze: Bewegende Überraschung für Bgm. Alfredo Rosenmaier!

Mit Tränen in den Augen nahm der beliebte und langdienende Stadtchef den Dank hunderter Wegbegleiter entgegen.

Eigentlich stand die gestrige Sonnwendfeier am Spielplatz in Haschendorf auf dem Programm. Doch für Bürgermeister Alfredo Rosenmaier (75) entwickelte sich der Abend zu einem höchst emotionalen Erlebnis. Ohne jede Vorahnung wurde der langjährige Stadtchef anlässlich seines 30-jährigen Amtsjubiläums als Bürgermeister von Ebenfurth (WN-Land) mit einer großen Überraschungsfeier geehrt.

Der beliebte Stadtchef, der seit Jahren Wahlergebnisse von über 80 Prozent erzielt und weit über Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen genießt, zeigte sich von der gelungenen Aktion sichtlich überwältigt. Immer wieder kämpfte er mit den Tränen und rang um Fassung, als ihm Wegbegleiter, Freunde und Ehrengäste ihre Anerkennung aussprachen.

Durch das Programm führte Stadtrat Ing. Klaus Tauber. Stadträtin Sylvia Zechmeister und Stadtrat Erwin Gütl blickten auf den politischen Werdegang des Jubilars zurück und sorgten mit persönlichen Anekdoten auch für manche Lacher im Publikum. Für den musikalischen Rahmen steuerte die Musikschule drei Stücke bei.

Ein besonderer Blickfang war die Festtagstorte mit dem Konterfei des Bürgermeisters. Gemeinderat Hans-Peter Brünner überreichte im Namen aller Gemeinderäte eine gravierte Gedenktafel und meinte augenzwinkernd, man habe sich dafür entschieden, „weil Alfredo mit allen anderen Ehrungen und Auszeichnungen ohnehin schon ausdekoriert ist.“

Unter den zahlreichen Gratulanten befanden sich neben Gemeindevertretern, den Feuerwehren aus Ebenfurth und Haschendorf sowie vielen Vereinsabordnungen auch prominente Ehrengäste. So würdigten unter anderem NÖ GVV-Präsident und Bürgermeister von Trumau, Andreas Kollross (im Bild oben mit Alfredo Rosenmaier), Reinhard Hundsmüller, Bundessekretär des Samariterbundes, sowie Klaus Schneeberger, Bürgermeister von Wiener Neustadt, in kurzen Ansprachen die jahrzehntelange, parteiübergreifende, hervorragende Zusammenarbeit mit Rosenmaier.

Die eigentliche Sonnwendfeier mit Livemusik, Kulinarik und dem traditionellen Feuer bildete den stimmungsvollen Rahmen für einen Abend, der eines zeigte: Die Wertschätzung für Alfredo Rosenmaier reicht weit über die Grenzen der Stadtgemeinde hinaus.

Bild ganz oben: Gratulanten mit Rosenmaier (4. v. r.)

Fotos: Servus Nachbar

Kollross: „Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr auf keinen Fall am Rücken der Gemeinden! Und auch kein Körberlgeld für die Bundesländer!“

Kollross: „Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr auf keinen Fall am Rücken der Gemeinden! Und auch kein Körberlgeld für die Bundesländer!“

Der Präsident des Verbandes sozialdemokratischer GemeindevertreterInnen in NÖ, Bgm. Andreas Kollross, begrüßt prinzipiell die Einführung eines zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres. Aber: „Das darf auf keinen Fall am Rücken der Gemeinden umgesetzt werden! Denn die finanzielle Belastbarkeit der Kommunen ist vielerorts schon jetzt überschritten.“

Der NÖ GVV-Präsident: „Aus Untersuchungen des KDZ wissen wir, dass schon das erste verpflichtende Kindergartenjahr nicht kostendeckend für die Gemeinden war. Gleichzeitig ist bekannt, dass in den meisten Gemeinden und Städte bereits jetzt die Vierjährigen in den Kindergarten gehen. Die Betreuungsquote liegt hier bei weit über 90 Prozent. Kommt es zu einem verpflichtenden zweiten Kindergartenjahr, muss das bedeuten, dass sich die Bundesländer auf Kosten des Bundes und der Kommunen kein Körberlgeld machen dürfen, sondern die Gemeinden ihr bisheriges Engagement auch abgegolten bekommen“, so Kollross.

Kollross weiter: „Wenn es zusätzliche Finanzmittel seitens des Bundes für das zweite verpflichtende Kindergartenjahr gibt, dann muss dieses Geld auch in den Städten und Gemeinden ankommen, für Leistungen, die sie bereits jetzt erbringen.  Das Geld darf nicht im Landesbudget versickern. Die Bundesländer dürfen hier nicht die Nutznießer von Bund als Zahler und von den Kommunen als Umsetzer werden!“ Und der Präsident fordert ergänzend: „Die bereitgestellten Finanzmittel des Bundes müssen zu 100 Prozent in den Kommunen ankommen und es muss gewährleistet sein, dass es sich hier nicht um eine Anschubfinanzierung handelt, die in ein paar Jahren ausläuft, sondern um einen fixen und bleibenden indexangepassten Bestandteil der Kindergartenfinanzierung zwischen Bund und Kommunen.“