Große Trauer um den Herzogenburger Alt-Bürgermeister Anton Rupp (80)

Große Trauer um den Herzogenburger Alt-Bürgermeister Anton Rupp (80)

NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak: „Niederösterreich und die Stadt Herzogenburg haben einen großartigen Sozialdemokraten und Menschen verloren.“

Anton Rupp, ein gelernter Werkzeugmacher, wurde schon in jungen Jahren ab 1967 im Gemeinderat seiner Heimatstadt Herzogenburg, Bezirk St. Pölten-Land, aktiv. Ab 1971 engagierte er sich in seinem Brotberuf gewerkschaftlich als Betriebsratsobmann bei der Firma Gebrüder Grundmann. 1975 avancierte er zum Vizebürgermeister, 1984 wurde Rupp zum Bürgermeister gewählt. Dieses Amt übte er höchst erfolgreich und überaus volksverbunden bis zum Jahr 2006 aus. Als Bürgermeister erreichte er für die SPÖ die Zwei-Drittel-Mehrheit und konnte diese auch erfolgreich behaupten.

Von Dezember 1983 bis April 2003 war Rupp auch Abgeordneter zum nö. Landtag und für viele Jahre war er auch als Kammerrat der Arbeiterkammer Niederösterreich tätig. Beim SC Herzogenburg übte der Bürgermeister a.D. bis zum Schluss das Amt des Ehrenpräsidenten aus.

NÖ GVV-Präsident Bgm. Rupert Dworak: „Rupp war ein Kommunalpolitiker, wie man ihn sich nur wünschen konnte. Überaus engagiert, den BürgerInnen und ihren Anliegen und Bedürfnissen immer eng verbunden. In dieser traurigen Stunde gilt unser tiefstes Mitgefühl seiner Familie.“

Foto: Stadtgemeinde Herzogenburg

Der mit dem Wind tanzt

Der mit dem Wind tanzt

Der mit dem Wind tanzt

Die Aerodynamik hat’s ihm schon seinerzeit in der Abendschule angetan. Damals bloß Theorie,  nutzt er heute den Wind in jeder Form. „Wenn viel Wind ist, dann geh ich Kite-Surfen, wenn er ein bissl weht, dann Fallschirmspringen. Und wenn gar keiner da ist, nehm ich den Paraglider.“ Josef Sam eilt der Ruf voraus, ein „wilder Hund“ zu sein.

„Alles, was ich mache, mache ich urgern“, erzählt der 39-jährige Allrounder. Und dieses „alles“ ist tatsächlich eine Menge: Begeisterter Sportler, Lehrlingsausbildner bei den Wiener Linien und geschäftsführender Gemeinderat in Reisenberg. Strenges Zeitmanagement ist da unabdingbar, wenn er zwischen seiner Heimatgemeinde, dem Job, dem Neusiedlersee, der Hohen Wand und dem Flughafen in Wiener Neustadt pendelt. „Sieben Baustellen auf einmal“ beschreibt er selbst seinen Lebensstil. Aber er bringt alles unter einen Hut.

GGR Josef Sam

„Viel Kontakt zu den Leuten, Den Dialog suchen und Fair sein“

Hat er Vorbilder? „Eindeutig mein Vater“. Während andere von David Hasselhoff schwärmten, orientierte er sich am Senior. Der war bis zu seinem Tod im heurigen Frühsommer 25 Jahre SPÖ-Bürgermeister. Das Erfolgsrezept dahinter?  „Für alle Menschen da sein, egal welchen politischen oder religiösen Hintergrund sie haben“. Der Bürgermeister mit Leib und Seele hat seinem Sohn viel mitgeben können. Und das versucht dieser auch in seiner Funktion als Obmann im Bau- und Verkehrsausschuß umzusetzen. „Viel Kontakt zu den Leuten, den Dialog suchen und helfen, wo immer es geht. Und schauen, dass alles fair abläuft.“

Seit 11 Jahren ist er im Gemeinderat. Vater-Sohn-Diskussionen gab’s natürlich auch über politische Themen. „Wir haben immer über alles reden können.“ Wenn er erzählt, ist ihm eines besonders wichtig: der Rückhalt, den der Vater bei seiner Frau hatte. „Der größte Orden gehört der Mama umgehängt.“

In seiner Arbeit mit Lehrlingen versucht er zu motivieren und Interesse für den Job zu wecken. „Dann lernen sie fast von allein. Es ist schön, zu sehen, wenn du jungen Menschen was mitgeben kannst – Genauigkeit, Präzision und Spaß an der Arbeit.“

Als Adrenalinjunkie will „Samy“ sich selbst nicht bezeichnen. Für ihn bieten seine Sportarten die perfekte Chance, einfach abzuschalten und Kraft zu tanken – auch wenn‘s manchmal anstrengend ist. Grenzen ausloten mit Verantwortung ist sein Thema – dabei kann er auch für die politische Arbeit viel mitnehmen.

"Hör nie auf, etwas Neues zu Beginnen “

„Ich möchte keine Sekunde der letzten 20 Jahre missen“, erzählt er begeistert von Kite-Ausflügen nach Marokko und Südafrika, vom ersten Fallschirmabsprung und vom böigen Wind am Neusiedlersee. Wenn er seine vier Jahre als Kite-Lehrer Revue passieren lässt, dann kommen noch ein paar Sternderl in seinen Augen dazu.

„Hör nie auf, etwas Neues zu beginnen“, lautet Samys Credo. Jetzt zieht er mit der Freundin zusammen, die er in Zell am See beim Fallschirmspringen kennengelernt hat. Damit erspart er sich das Pendeln nach Tirol an jedem zweiten Wochenende. Die Zeit wird er mit Sicherheit nutzen. Demnächst will er die Ausbildung für den Motorgleiter abschließen.

„Es gibt immer einen Weg.“

Geht nicht, gibt’s nicht. „Es gibt immer einen Weg, auch in der Kommunalpolitik“ ist Josef Sam überzeugt. Er ist einer von jenen, die „das Werkl am Laufen halten“ und  Freude an ihrem Engagement für die Gemeinschaft haben. Wenn Sie Lust haben, sich in ihrer Gemeinde im Rahmen der SPÖ zu engagieren oder jemanden kennen, dem Sie das vorschlagen wollen – eine kurze Mail an engagement@gvvnoe.at reicht. Wir bringen sie mit den richtigen Leuten zusammen.

Kostenloses Ferien-Projekt „Nachzipf? Ich schaff das!“ geht in sein drittes Nachhilfe-Jahr!“

Kostenloses Ferien-Projekt „Nachzipf? Ich schaff das!“ geht in sein drittes Nachhilfe-Jahr!“

Dworak/Schnabl/Schmidt: „Wir haben schon vor Monaten davor gewarnt, dass die Corona-Krise die riesige Gefahr in sich birgt, Kindern und Jugendlichen die Zukunftschancen zu rauben, wenn die Bildungs-Verantwortlichen untätig zusehen. Die derzeitigen unzähligen Schulabmeldungen sind ein besorgniserregendes Warn-Signal!“

Landeshauptfrau-Stv. Franz Schnabl, Vorsitzender der SPÖ NÖ: „Zu wenig, zu spät und zu zögerlich waren die Handlungen der Bundesregierung in vielen Phasen der Pandemie. Durch das Fehlen eines Plans darf sich dies im Bildungsbereich nicht weiter fortsetzen! Umso wichtiger ist es das kostenlose Ferien-Lernprojekt ‚Nachzipf? Ich schaff das!‘ weiter zu intensivieren, um den SchülerInnen Sicherheit im Lernstoff zurückzugeben und die Eltern und Großeltern in herausfordernden Zeiten nicht alleine zu lassen.“

NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak merkt an, dass sowohl die Gemeinden als auch die Schulen alles in ihrer Macht Stehende tun, um die ÖVP-Versäumnisse auf dem Bildungssektor auszugleichen: „Seit Beginn der Krise im Jahr 2020 versuchen die Gemeinden in enger Zusammenarbeit mit den Schulen ein sinnvolles Lern- und Betreuungsangebot für die Schülerinnen und Schüler auf die Füße zu stellen! Denn aus Umfragen und persönlichen Gesprächen wissen wir, dass viele Familien in Niederösterreich aktuell vor organisatorischen und finanziellen Problemen in puncto Betreuung und Aufsicht stehen. Dieses Problem bestand vor der Krise gehäuft in den Ferienzeiten, wurde nun jedoch auch während dem regulären Schuljahr schlagend! Für die ÖVP wird es – vor allem auf Bundesebene – Zeit endlich in die Gänge zu kommen. Die vielen Schülerabmeldungen zu Schulbeginn sind als Eingeständnis, dass Bundesminister Fassmann gescheitert ist, zu werten. Die Kommunen können dieses Manko nicht mehr korrigieren!“

SPNÖ-Bildungssprecherin LAbg. Elvira Schmidt zeigt sich überzeugt, dass das SPÖ-Ferienprojekt „Nachzipf? Ich schaff das!“, das in diesen Tagen in sein drittes Nachhilfe-Jahr ging, wieder helfen wird, Familien zu entlasten und den SchülerInnen einen guten Start in das neue Schuljahr zu ermöglichen: „Wir sind sehr froh, die kostenlose Nachhilfe auch heuer wieder allen SchülerInnen zwischen sieben und 14 Jahren, welche in Deutsch, Mathematik und Englisch ein Nicht Genügend oder ein Genügend haben, im Einzugsgebiet der jeweiligen Gemeinde anbieten zu können! Fünf von sechs derer, die eine Nachprüfung zu absolvieren hatten, haben diese in den vergangenen Jahren auch bestanden, gingen mit einem Startvorteil in das neue Schuljahr und haben diese Leistung auch über das gesamte Jahr lang halten können! Der Spielball liegt nun jedoch bei der ÖVP, allen voran Bundesminister Faßmann, um endlich sinnvolle Regeln aufs Tapet zu bringen, welche ein durchgängiges Schuljahr garantieren und kein Kind zurücklassen!“

Am Bild (v. l.): Dworak, Schmidt, Schnabl

Foto: SPNÖ/Herbert Käfer