Die Kommunal-Kolumne

Die Kommunal-Kolumne

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross verfasst monatlich in der Zeitung Servus Nachbar eine Kolumne zu gemeinderelevanten Themen. Diesmal: die Zweckwidmung der Wohnbauförderung.

Genossenschaftswohnungen sollen leistbares Wohnen für Menschen mit geringeren Einkommen sichern. Warum ist dies möglich?

Erstens gilt für Genossenschaften das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz. Das besagt, dass nur tatsächlich anfallende Kosten in die Miete einfließen dürfen. Zweitens sorgt die Wohnbauförderung, finanziert durch Beiträge der Arbeitnehmer, für zusätzlichen, geförderten Wohnraum. In den letzten Jahren hat sich die Situation, was die Höhe der Mieten betrifft, leider einiges verändert.  Zwar sind Genossenschaftswohnungen immer noch günstiger als private Mietwohnungen, aber der Abstand ist kleiner geworden.  Die Gründe sind vielfältig: Die Grundstückspreise steigen stetig. Strengere Vorgaben – etwa bei Stellplätzen – verteuern den Bau. Höhere Zinsen treiben die Mieter der kreditfinanzierten Projekte zusätzlich in die Höhe.  Besonders schwer wiegt jedoch die Abschaffung der Zweckbindung der Wohnbauförderung. Die Bundesländer können diese Mittel anderweitig verwenden – mit der Folge, dass die Förderung massiv zurückgegangen ist. Was es jetzt braucht, ist eine klare Kurskorrektur: die Wiedereinführung der Zweckwidmung der Wohnbauförderung sowie eine Wohnbauinvestitionsbank mit stabilen, vom Kapitalmarkt unabhängigen Zinsen. Nur so wird Wohnen wieder leistbar. Alles andere bleibt bloße Kosmetik ohne echte Wirkung.

Intensiver Austausch zu aktuellen Herausforderungen in den Gemeinden

Intensiver Austausch zu aktuellen Herausforderungen in den Gemeinden

Im Rahmen eines weiterführenden Arbeitsgespräches – zu dem die Bezirksvorsitzende des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterbandes Neunkirchen Bgm.in Mag.a Sylvia Kögler lud – tauschten sich am 11. April 2026 BürgermeisterInnen und GemeindevertreterInnen aus den Gemeinden des Bezirkes Neunkirchen mit dem NÖ GVV Präsidenten Bgm. Andreas Kollross intensiv über zentrale Entwicklungen und Herausforderungen auf kommunaler Ebene aus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der offene Dialog über Fragestellungen, die die tägliche Arbeit in den Gemeinden zunehmend prägen.

„Dass die Aufgaben und Anforderungen an die Gemeinden in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, ist kein Geheimnis.
Gleichzeitig sehen sich viele Kommunen mit komplexer werdenden Rahmenbedingungen konfrontiert, die oftmals über ihren unmittelbaren Einflussbereich hinausgeht.“ erklärt Kögler (5. v. l.) die Ausgangssituation der Gesprächsreihe.
Das Arbeitsgespräch bot Raum für einen breiten Erfahrungsaustausch sowie für die Diskussion unterschiedlicher Zugänge und Lösungsansätze.

„Gemeinden haben eine zentrale Rolle für das Funktionieren des öffentlichen Lebens und tragen maßgeblich zur Lebensqualität vor Ort bei.
Um dieser Verantwortung auch künftig gerecht werden zu können, braucht es entsprechende finanzielle Ausstattung sowie verlässliche und nachvollziehbare Rahmenbedingungen.“ ergänzt Präsident Kollross (6. v. l.).

Die Veranstaltung ist Teil einer fortlaufenden Reihe von Arbeitstreffen des sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes des Bezirkes Neunkirchen.
Bereits im November wurde ein erstes Treffen mit dem Schwerpunkt „Kooperationen über Gemeindegrenzen hinweg“ abgehalten. Das aktuelle Arbeitsgespräch knüpft an diesen Austausch an und setzt die damals angekündigte Vertiefung des Dialogs konsequent fort.

„Der direkte Austausch ist entscheidend, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die sozialdemokratischen GemeindevertreterInnen im Bezirk reden nicht nur darüber, sondern arbeiten aktiv an Zukunftslösungen – mit dem klaren Ziel, die kommunale Handlungskraft zu stärken. “, betonte GVV-Bezirksvorsitzend Bgm.in Mag.a Sylvia Kögler.

Foto: Carina Perner-Reiter

K.K. Nr.07 04-2026 Zweckwidmung Wohnbauförderung

Genossenschaftswohnungen sollen leistbares Wohnen für Menschen mit geringeren Einkommen sichern. Warum ist dies möglich?

Erstens gilt für Genossenschaften das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz. Das besagt, dass nur tatsächlich anfallende Kosten in die Miete einfließen dürfen. Zweitens sorgt die Wohnbauförderung, finanziert durch Beiträge der Arbeitnehmer, für zusätzlichen, geförderten Wohnraum. In den letzten Jahren hat sich die Situation, was die Höhe der Mieten betrifft, leider einiges verändert.  Zwar sind Genossenschaftswohnungen immer noch günstiger als private Mietwohnungen, aber der Abstand ist kleiner geworden. 

Die Gründe sind vielfältig: Die Grundstückspreise steigen stetig. Strengere Vorgaben – etwa bei Stellplätzen – verteuern den Bau. Höhere Zinsen treiben die Mieter der kreditfinanzierten Projekte zusätzlich in die Höhe.  Besonders schwer wiegt jedoch die Abschaffung der Zweckbindung der Wohnbauförderung. Die Bundesländer können diese Mittel anderweitig verwenden – mit der Folge, dass die Förderung massiv zurückgegangen ist. Was es jetzt braucht, ist eine klare Kurskorrektur: die Wiedereinführung der Zweckwidmung der Wohnbauförderung sowie eine Wohnbauinvestitionsbank mit stabilen, vom Kapitalmarkt unabhängigen Zinsen. Nur so wird Wohnen wieder leistbar. Alles andere bleibt bloße Kosmetik ohne echte Wirkung.

NÖ GVV-Gmünd: Bgm.in Weber neue Bezirksvorsitzende

NÖ GVV-Gmünd: Bgm.in Weber neue Bezirksvorsitzende

Am 10. April wurde Mag.a (FH) Alexandra Weber, Stadtchefin von Heidenreichstein, mit 100 Prozent der abgegebenen Stimmen zur neuen NÖ GVV-Vorsitzenden im Bezirk Gmünd gewählt.

Weber tritt in diesem Amt die Nachfolge des ehemaligen Schremser Bürgermeisters Peter Müller an – der bei der Bezirkskonferenz mit dem Goldenen Ehrenzeichen des NÖ GVV ausgezeichnet wurde. Beim Entscheid und die StellvertreterInnen der neue NÖ GVV-Bezirksvorsitzenden fiel die Wahl auf Bgm. Georg Einzinger (Brand-Nagelberg), SPÖ-Bezirksvorsitzenden LAbg. GR Michael Bierbach (Gmünd) und Bgm.in Claudia Allram (Amaliendorf-Aaalfang).

Der frühere Langzeitbürgermeister von Brand-Nagelberg, Franz Freisehner, wurde für seine Verdienste mit der Victor-Adler-Plakette ausgezeichnet.

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross zur neuen GVV-Führung in Gmünd: „Ich bin mit der Wahl von Alexandra Weber sehr glücklich. Sie hat Expertise in der kommunalpolitischen Arbeit und ein gutes Gespür für die Anliegen der Menschen. Ich denke, dass sie für die Gemeinden im Bezirk einen guten Job machen wird. Dafür wüsche ich ihr und dem neuen Vorstand alles Gute.“

Und auch Regionalgeschäftsführer Thoma Miksch freut sich: „Mit Alexandra Weber übernimmt eine engagierte, kompetente und vor allem verbindende Persönlichkeit diese verantwortungsvolle Funktion.“

Bild ganz oben (v. l.): Weber, Müller, Bierbach

Bild oben (v. l.): Müller, Weber, Freisehner, Bierbach

Fotos: NÖ GVV/Bezirk Gmünd