Groß-Enzersdorf trauert um seinen Alt-Bürgermeister Rainer Hübl

Groß-Enzersdorf trauert um seinen Alt-Bürgermeister Rainer Hübl

Am 27. Juni 2026 verstarb Rainer Hübl (Bild) nach langer, mit Geduld ertragener, Krankheit 81-jährig im Kreis seiner Familie. Der verdiente Sozialdemokrat war von 1995 bis 2007 Bürgermeister der Stadt Groß-Enzersdorf (GF).

Seine enge Verbundenheit mit der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf spiegelte sich in seinem jahrzehntelangen lokalpolitischen Engagement wider, das 1980 mit seinem Einzug in den Gemeinderat begann.

Von Dezember 1983 bis April 1995 war Rainer Hübl als Stadtrat für Kultur tätig. Die Förderung des örtlichen Heimatvereins sowie die Weiterentwicklung des kulturellen Angebots in Groß-Enzersdorf waren ihm ein besonderes Anliegen. Mit großem Interesse widmete er sich auch der Stadt-Geschichte, so fanden die Feierlichkeiten zum 600-jährigen Stadtjubiläum mit einem historischen Festumzug während seiner Zuständigkeit statt.

Von Jänner 1972 bis November 2003 war Rainer Hübl als Mitarbeiter der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf in der Lohnverrechnung sowie im Standesamt tätig. Er war ein geschätzter Kollege, der durch seine Hilfsbereitschaft, seinen Optimismus und seine Fähigkeit, Brücken zu bauen, große Anerkennung genoss.

Von April 1995 bis zum 31. Dezember 2007 führte er als Bürgermeister mit Weitblick, Herzlichkeit und großem Engagement die Geschicke der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf. In seine Amtszeit fielen zahlreiche bedeutende Projekte, darunter der Bau des Kindergartens Am Weinling und der Volksschule Oberhausen sowie die Neugestaltung des Kirchenplatzes und weitere wichtige Infrastrukturmaßnahmen. Darüber hinaus setzte er den ersten Schritt zur Städtefreundschaft mit Freising. Auch das Vereinswesen und die Förderung des Ehrenamts lagen ihm stets besonders am Herzen.

Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec: „Mit Rainer Hübl verliert die Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf einen engagierten Kommunalpolitiker, einen geschätzten Kollegen und einen Menschen, der sein Leben mit großer Hingabe in den Dienst seiner Heimatgemeinde und seiner Familie gestellt hat. In Dankbarkeit und Respekt nehmen wir Abschied.“

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Rainer Hübl war ein vorbildlicher Bürgermeister, umsichtig, weitblickend, engagiert. Und er wurde auch wegen seiner Freundlichkeit von den Menschen gemocht. Dafür sind wir ihm Respekt und Anerkennung schuldig. Und unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie.“

Rainer Hübl hinterlässt seine Frau Hilde, einen Sohn, zwei Töchter und fünf Enkelkinder.

Das Begräbnis wird am 15. Juli stattfinden.

Foto: z. V. g.

Purkersdorf hat jetzt eine Bürgermeisterin

Purkersdorf hat jetzt eine Bürgermeisterin

Jasmin Klemmer-Schlögl (42, Bild) wurde am Abend des 6. Juli mit 20 von 29 Stimmen zur neuen Bürgermeisterin der Stadt Purkersdorf (StP-Land) gewählt. Sie folgt damit Stefan Steinbichler nach, der von seinem Amt am 22. Juni aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

In Purkersdorf verteilen sich die Mandate so:

14 SPÖ, 6 ÖVP, 4 LISTE BAUM, 3 GRÜNE, 3 FPÖ, 2 NEOS, 1 Liste PROP

Der Wechsel an der Spitze verlief nicht ganz friktionsfrei. Denn zur BGM-Neuwahl war in einem ersten Versuch bereits für den 30. Juni geladen worden. Aber von den 33 Purkersdorfer MadatarInnen sind zu dieser Sitzung nur die 14 GemeinderätInnen der SPÖ-Fraktion im Stadtsaal erschienen. Zu wenig für die zur Neuwahl benötigte Zweidrittelmehrheit. Im Zweitversuch am 6. Juli reichte dann eine einfache Stimmenmehrheit der anwesenden MandatarInnen, um die Stadtspitze wieder zu besetzen.

Die Wahl fand unter dem Vorsitz von Vize-Bgm. Viktor Weinzinger statt. Insgesamt wurden 29 Stimmzettel abgegeben, davon war einer ungültig. Acht Stimmen entfielen auf den ÖVP-Mandatar Martin Koller, SPÖ-Stadträtin Jasmin Klemmer-Schlögl kam auf 20 Stimmen, die ihre Wahl annahm. In einer ersten Stellungnahme meinte die Neo-Bürgermeisterin: „Ich freue mich sehr darüber. Mir ist es wichtig, die Lebensqualität zu erhalten und gemeinsam für Purkersdorf zu arbeiten.“ Sie stehe für die Stärkung des Wir-Gefühls in der Stadtgemeinde, Stabilität und eine konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.“ Und weiter: „Ich möchte auch jene acht Mandatare, die mir ihre Stimme nicht gegeben haben, von meiner Arbeit überzeugen. Denn wir brauchen ein neues Miteinander.“

Neo-Bürgermeisterin Jasmin Klemmer-Schlögl, BA MSc (42), besitzt ein abgeschlossenes Studium Media- und Kommunikationsberatung an der FH St.Pölten und ein FH Masterupgrade Eventmanagement ebendort. Sie arbeitet seit 2019 als Assistentin der Geschäftsführung Wirtschaftsbetriebe der Stadt Purkersdorf und engagiert sich seit 2025 im Gemeinderat – als Stadträtin für Frauen, Bildung, Gesundheit und Familien. Seit 2020 ist Klemmer-Schlögl, Tochter von SPÖ-Grande Karl Schlögl, auch als Obfrau des Elternvereins der Volks- und Sonderschule Purkersdorf tätig.

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Ich gratuliere Jasmin Klemmer-Schlögl zur Wahl und wünsche ihr für diese neue, verantwortungsvolle, aber auch schöne Aufgabe nur das Allerbeste. Und ich freue mich über eine weitere starke sozialdemokratische Frau an der Spitze einer Gemeinde.“

Foto: z. V. g.

K.K. Nr.10 07-2026 Sommertipp

Sommerzeit ist Erholungszeit. Natürlich auch für mich. Wie genau der perfekte Erholungsurlaub aussieht, ist selbstverständlich den verschiedensten persönlichen Interessen geschuldet. Und die Antworten auf die Frage nach dem perfekten Erholungsurlaub sind deshalb auch recht unterschiedlich. Für mich heißt sie seit vielen Jahren: Ab ins Waldviertel! Aber ohne jeden Stress, sich alles Mögliche in kürzester Zeit anzusehen oder irgendwelche Programme abzuspulen – sondern nur Entspannung pur. Die Seele baumeln lassen und den Tag vom Aufwachen bis zum Schlafengehen einfach nur genießen. Im Einklang mit der herrlichen Natur und mir selbst.

Und perfekter Erholungsurlaub bedeutet für mich auch, endlich Zeit und Muße zu haben, um mich intensiv einer meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen zu widmen – dem Bücherlesen. Selbstverständlich klassisch, sprich gebundene Bücher. Zum Anfassen und Umblättern. Mit dem Geruch von Papier in der Nase.

Vielleicht schaffen es auch Sie, in Ihrer Erholungszeit ein gutes Buch zur Hand zu nehmen. Zwei wunderbare Bücher, die ich kürzlich gelesen habe, möchte ich Ihnen hierfür ans Herz legen: 1.: „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ von Lisa Ridzén und 2.: „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ von Susanne Abel.

Ich wünsche einen schönen, ehrholsamen und lesefreudigen Sommer.

NÖ Kommunalgipfel 2026

NÖ Kommunalgipfel 2026

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross (Bild) zieht eine durchwachsene Bilanz: „Grund für großen Jubel bei den Gemeinden ist das Ergebnis dieses Kommunalgipfels sicher nicht. Wir haben umständehalber diesmal noch zugstimmt, aber auch deutlich gemacht, dass beim kommenden Finanzausgleich nachhaltige Verbesserungen für die Gemeinden unumgänglich sind.“