Andreas Hammer erneut zum Bezirks-Vorsitzenden des NÖ GVV-Bruck/L. gewählt

Andreas Hammer erneut zum Bezirks-Vorsitzenden des NÖ GVV-Bruck/L. gewählt

Der NÖ GVV-Bruck an der Leitha hat bei seiner Bezirkskonferenz am 29. Jänner 2026 den GGR Andreas Hammer und Bgm a. D. aus Berg erneut zum Bezirksvorsitzenden gewählt. Damit sprachen die Delegierten Hammer ihr Vertrauen für eine weitere Funktionsperiode aus.

„Ich danke für das erneute Vertrauen und freue mich darauf, in Zukunft eng mit meinem neuen Team zusammenzuarbeiten. Gemeinsam werden wir weiterhin stark für unsere Gemeinden einstehen, insbesondere angesichts der zunehmend schwieriger werdenden finanziellen Situation der Gemeinden. Gerade jetzt braucht es eine klare Stimme für die Gemeinden und eine sozialdemokratische Handschrift in der Kommunalpolitik.“, betonte Hammer nach seiner Wiederwahl.

Ein besonderer Dank galt den beiden Ehrengästen der Bezirkskonferenz, dem NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross sowie der SPÖ-Bezirksvorsitzenden NRin Silvia Kumpan-Takacs, die mit ihren Grußworten die Bedeutung einer starken sozialdemokratischen Kommunalpolitik und auch die aktuellen finanziellen Herausforderungen der Gemeinden unterstrichen.

Der Sozialdemokratische GemeindevertreterInnenverband im Bezirk Bruck an der Leitha ist die starke Interessenvertretung für BürgermeisterInnen und GemeinderätInnen in der Region und eine wichtige Plattform für Erfahrungsaustausch, Weiterbildung und politische Vernetzung.

Bild ganz oben (v. l.): NÖ GVV-Bezirksvorsitzender GGR Andreas Hammer, NRin Silvia Kumpan-Takacs, NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollros, Bezirksgeschäftsführer Henrik Scharf.

Der neue Vorstand des NÖ GVV-Bruck an der Leitha (v. l.): Bgm. Ernst Wendl (Kassier Stv.) aus Himberg, OPV Schwechat Marco Luksch (Schiedsgericht), Bezirksparteivorsitzende NRin Silvia Kumpan Takacs aus Rauchenwarth, Vize-Bgm. Helmut Tomek (Schriftführer Stv.) aus Enzersdorf, NÖ GVV Bezirksvorsitzender Bgm. a. D. GGR Andreas Hammer aus Berg, Bgm.in Silvia Krispel (Schriftführerin) aus Lanzendorf, Bgm. Jürgen Maschl (Vorsitzender Stv.) aus Schwadorf, Bgm.in Karin Baier (Vorsitzender Stv.) aus Schwechat, OPV Hainburg GR Thomas Graf (Kassier), Bgm. Thomas Schwab (Vorsitzender Stv.) aus Gramatneusiedl.

Fotos: NÖ GVV-Bruck/Leitha

Hollenstein: Bgm.a.D. Ing. Manfred Gruber verstorben

Hollenstein: Bgm.a.D. Ing. Manfred Gruber verstorben

Am 24. Jänner ist Manfred Gruber im 61. Lebensjahr nach längerem Leiden aus dem Leben geschieden. Der verdiente Sozialdemokrat und engagierte Gemeindepolitiker war auch drei Jahre lang Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Hollenstein an der Ybbs im Bezirk Amstetten.

Gruber wurde 1965 in Waidhofen an der Ybbs geboren. Volks- und Hauptschule besuchte er in Hollenstein. Anschließend absolvierte er erfolgreich die HTL Waidhofen, Fachrichtung Maschinenbau.

Bereits ab 1993 war Manfred Gruber in der sozialdemokratischen Fraktion Mitglied des Hollensteiner Gemeinderats, im Mai 2000 avancierte er schließlich in den Gemeindevorstand und von 2003 bis zu seiner Bürgermeisterwahl fungierte er im Ortsparlament als Sprecher des SPÖ-Klubs. Und: In der Zeit von 1996 bis 2010 stand er als Obmann der Hauptschulgemeinde Hollenstein vor. Im Mai 2013 wurde Manfred Gruber – nach dem tragischen Unfalltod von Bgm. Franz Gratzer – mit 15 von 19 Stimmen zu dessen Nachfolger gewählt. Das Amt des Gemeindechefs übte er gewissenhaft und engagiert bis 2016 aus.

Die aktuelle Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer zeigt sich ob des Ablebens von Gruber tief betroffen: „Die Gemeinde Hollenstein verliert mit Manfred Gruber einen Menschen, der sich mit großer Loyalität und Herzlichkeit für das Wohl der Gemeinde eingesetzt hat. Er hat die Gemeinde durch eine schwierige Zeit gebracht und mit seinem langejährigen Engagement im Gemeinderat viele positive Entwicklungen angestoßen.“

NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross: „Manfred Gruber hat fast ein Vierteljahrhundert mit großem Einsatz für seine MitbürgerInnen gearbeitet. Dafür sind wir ihm großen Dank und Respekt schuldig. Unser Mitgefühl ist jetzt bei seinen Verwandten und engen Freunden.“

GRW-St. Pölten: SPÖ wieder klar auf Platz 1 – verliert aber die Absolute

GRW-St. Pölten: SPÖ wieder klar auf Platz 1 – verliert aber die Absolute

Seit 1965 hat die SPÖ in St. Pölten mit absoluter Mehrheit regiert – das ist jetzt vorbei. Beim Urnengang am 25. Jänner 2026 blieb die SPÖ zwar mit Abstand stimmenstärkste Partei, aber ob sie auch in den nächsten Jahren den Bürgermeister stellen kann, werden die nun anstehenden Koalitionsverhandlungen zeigen, die der SPÖ-Spitzenkandidat Bgm. Matthias Stadler (Bild) mit allen Parteien führen will.

44.063 wahlberechtige St. PöltenerInnen waren aufgerufen, die 42 Sitze im Gemeinderat der Statutarstadt neu zu vergeben. Um rund 4.500 weniger als 2021, denn diesmal war nur noch HauptwohnsitzerInnen stimmberechtigt. Die noch immer geringe Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2021 von 56 auf 59,1 Prozent.

44.063 wahlberechtige St. PöltenerInnen waren aufgerufen, die 42 Sitze im Gemeinderat der Statutarstadt neu zu vergeben. Um rund 4.500 weniger als 2021, denn diesmal war nur noch HauptwohnsitzerInnen stimmberechtigt. Die noch immer geringe Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2021 von 56 auf 59,1 Prozent. 98,82 Prozent der abgegebenen Stimmen ware gültig.

Und so schaut das offizielle Endergebnis der GRW 2026 aus:

SPÖ: 42,61% (19 Mandate)

ÖVP: 21,36% (9 Mandate)

FPÖ: 19,72% (8 Mandate)

GRÜNE: 9,65% (4 Mandate)

KPÖ: 3,82% (1 Mandat)

NEOS: 2,72% (1 Mandat)

Liste Multikulturelle Gesellschaft: 0,13% (kein Mandat)

Zum Vergleich das Ergebnis der GRW 2021:

SPÖ: 56,02% (25 Mandate)

ÖVP: 22,74% (10 Mandate)

FPÖ: 8,92% (3 Mandate)

GRÜNE: 8,01 (3 Mandate)

KPÖ PLUS: 1,11 (kein Mandat)

NEOS: 3,19% (1 Mandat)

Fotocredits:

Bild ganz oben: Werner Jäger

Bild oben: Josef Vorlaufer

Gelungener NÖ GVV-Neujahrsempfang mit BM Marterbauer und 500 BesucherInnen

Gelungener NÖ GVV-Neujahrsempfang mit BM Marterbauer und 500 BesucherInnen

Der traditionelle Neujahrsempfang des NÖ GVV fand heuer am 13. Jänner im Arbeitnehmer:innenzentrum der AKNÖ in St. Pölten statt. Rund 500 MandatarInnen aus dem ganzen Land folgten am Abend der Einladung von NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross. Darunter als besondere Ehrengäste und Referenten der Bundesminister für Finanzen Dr. Markus Marterbauer und der Landesparteivorsitzende Kontroll-Landesrat Mag. Sven Hergovich. Der Empfang stand unter dem Motto „Für Dich. Für Deinen Ort“. Aber auch die dramatische finanzielle Situation der Kommunen fand deutlich ihren Niederschlag. „Bei der Gemeindenfinanzierung haben wir ein systemisches Problem!“, hielt NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross fest.

Unter den Gästen: Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig; Landesrätin Eva Prischl; Bundesparteigeschäftsführer Klaus Seltenheim; die Abgeordneten zum Nationalrat Alois Schroll, Rudolf Silvan und Robert Laimer. Die 3. Landtagspräsidentin Elvira Schmidt, die Abgeordneten zum Landtag Klubobmann Hannes Weninger, Bgm.in Mag.a Kerstin-Suchan Mayr, Michael Bierbach, Rene Zonschits, Bgm. Mag. Christian Samwald, Mag.a Karin Scheele, Kathrin Schindele, Doris Hahn und Vizebgm. Mag. Dr. Rainer Spenger. Die BundesrätInnen Amelie Muthsam, Bgm. Christian Fischer und Martin Peterl.

NÖ GVV-Ehrenpräsident Bernd Vögerle und vom GVV-Burgenland Präsident Erich Trummer und Landesgeschäftsführer Mag. Herbert Marhold.

SPNÖ-Landesgeschäftsführer MMag. Wolfgang Zwander; AK NÖ-Direktorin Mag.a Bettina Heise; FSG-Landesgeschäftsführerin Linda Keizer; Pensionistenverband NÖ-Präsident und NÖ GVV-Ehrenpräsident Bgm. a.D. Rupert Dworak, Pensionistenverband NÖ-Ehrenpräsident Staatssekretär a.D. Dkfm. Dr. Hannes Bauer.

Volkshilfe NÖ-Präsident Prof. Ewald Sacher, Volkshilfe NÖ-Landesgeschäftsführer Gregor Tomschizek; Kinderfreunde NÖ-Landesgeschäftsführer Günter Haas; SPNÖ-Bildungsvorsitzende Beate Raabe – Schasching; die Vize-Präsidentin des NÖ Wirtschaftsverbandes KRin Monika Retl; NÖ Wirtschaftsverband-Landesgeschäftsführer Gerd Böhm.

Der Präsident des Samariterbundes NÖ Hannes Sauer; der Vorsitzende der Freiheitskämpfer NÖ NR a.D. Anton Heinzl; der Bundesvorsitzende Junge Generation Österreich Vizebgm. Michael Kögl.

Von der Wiener Städtischen Versicherung Dir. Nikolas Ambrozy; von der NÖ Gesundheitskasse Landesstellenleiter-Stv. Günter Steindl.

Die Begrüßung der Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal übernahmen der Hausherr AKNÖ-Präsident Markus Wieser, der mit eindrücklichen Worten vor den Gefahren für die Arbeiterschaft durch KI und Robotik warnte, und der St. Pöltener Bürgermeister Matthias Stadler, der natürlich die unmittelbar bevorstehende Gemeinderatswahl in der Landeshauptstadt thematisierte.

Die Neujahrsansprache kam von NÖ GVV-Präsident Bgm. Andreas Kollross. Hier ein kleiner Auszug davon:

„Den Städten und Gemeinden fehlt das Geld. Das wird selbst bei konjunkturellem Aufschwung so bleiben, weil wir mittlerweile sehen, dass wir ein systemisches Problem der Gemeindenfinanzierung haben. Österreich braucht eine Aufgabenreform und viele diese Aufgaben müssen auch finanziell aus einer Hand erledigt werden.

Es ist doch mittlerweile völlig unverständlich, warum Städte und Gemeinden 50 Prozent bei der Spitalserhaltung mitfinanzieren müssen, gleichzeitig dabei aber keinerlei Mitspracherecht haben. Ebenso bei der Sozialhilfe so wie der Kinder- und Jugendhilfe.

Reduzieren wir also den Prozentsatz des Gesamtsteueraufkommens für Städte und Gemeinden im Zuge des nächsten Finanzausgleichs und befreien wir die Kommunen von der Mitfinanzierung für Aufgaben, bei denen sie keine Zuständigkeit haben. Nur so ist gewährleistet, dass Städte und Gemeinden auch ihren Aufgaben bei der lebenswichtigen Daseinsvorsorge nachkommen und alle Menschen, den jede und jeder wohnt in einer Gemeinde, von der Arbeit und Leistung ihrer Gemeinde profitieren können.“

Bundesfinanzminister Dr. Markus Marterbauer:

„Mir sind die Gemeindefinanzen ein großes Anliegen, weil in den Kommunen unmittelbare Leistungen für Bürgerinnen und Bürger erbracht werden. Der Bund unterstützt zwar mit 880 Millionen Euro die Gemeindeinvestitionen. Aber wir haben im Bund kein Füllhorn, das wir über den Gemeinden und Städten ausschütten können. Daher sind einerseits Kooperationen zwischen den Gemeinden wichtig. Anderseits bin ich dafür, dass die Gemeinden die eigenen Einnahmen erhöhen können.

Mein Vorschlag war, dass die Bundesländer über die Grundsteuer entscheiden können. Das würde bedeuten, dass ein Bundesland die Grundsteuer erhöht, um mehr Geld in den kostenfreien und ganztägigen Kindergarten zu investieren. Und ein anderes Bundesland, wenn es das für gescheiter hält, den Kindergarten am Mittag schließt und dafür die Grundsteuer nicht erhöht. Die Bundesländer sollten das tun können, was sie wollen. Leider ist das an den ÖVP-Landeshauptleuten gescheitert. Ich verstehe nach wie vor nicht, warum und werde mich weiterhin für Änderungen bei der Grundsteuer einsetzen.“

Landesparteivorsitzender Kontroll-Landesrat Mag. Sven Hergovich:

„Die Gemeindepolitik in Niederösterreich lebt von Nähe, Verlässlichkeit und dem Mut, Verantwortung zu übernehmen – und genau das haben unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen. Mit 107 roten Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, Verantwortung in fünf Bezirkshauptstädten und für 29 Prozent der Bevölkerung zeigen wir: Sozialdemokratische Gemeindepolitik wirkt, weil sie zuhört, anpackt und konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen schafft.

Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit vor Ort, klarer Prioritäten und eines gemeinsamen Verständnisses davon, was Gemeinden heute brauchen. Wir setzen um, mit leistbarem Wohnen, guter Kinderbetreuung, starker Daseinsvorsorge, faire Chancen in jeder Region und mehr Mittel für eine ausreichende Finanzierung unserer Gemeinden so wie es der Niederösterreich-Plan vorgibt. Diese Handschrift ist erkennbar, sie schafft Vertrauen und sie macht Mut für die nächsten Schritte. Deshalb bin ich überzeugt: Auf dieser Basis sind viele weitere Erfolge möglich.“

Weiters gab es eine informative Talkrunde, bei der Bgm.in Marion Török (Zwentendorf), Bgm.in Mag.a Alexandra Weber (Heidenreichstein) und Bgm.in Manuela Zebenholzer (Hollenstein an der Ybbs) mit Moderation von Claudia Schanza über ihre Erfahrungen mit dem Thema „Frauen in der Kommunalpolitik“ sprachen.

Bild oben (v. l.): Bundesfinanzminister Dr. Markus Marterbauer, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, NÖ GVV-Präs. Bgm. Kollross, Landesparteivorsitzender Kontroll-Landesrat Mag. Sven Hergovich, Landesrätin Eva Prischl.

Fotos: NÖ GVV/Werner Jäger