„Völliges Unverständnis“ äußert die stellvertretende Landesparteivorsitzende der SPÖ Niederösterreich, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, im Zusammenhang mit der aktuellen Entscheidung des Landes Niederösterreich, sich nicht der gemeinsamen, kritischen Stellungnahme der Länder hinsichtlich der vorgelegten Kürzungspläne der Bundesregierung in Sachen Kinderbetreuung anzuschließen. „Die zuständigen Verantwortlichen in der NÖ Landesregierung stellen sich damit klar gegen die Interessen der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Damit unterstützen sie den unverständlichen Kurs der schwarz-blauen Bundesregierung und riskieren den notwendigen Ausbau der Kinderbetreuung“, übt LRin Königsberger-Ludwig scharfe Kritik.
Königsberger-Ludwig weiter: „Kürzungen bei der Kinderbetreuung im Ausmaß von 32 Mio. Euro dürfen nicht kommentarlos hingenommen werden. Mir ist es wichtig, dass alle Kinder in Niederösterreich die gleichen Bedingungen beim Zugang zu Bildung haben – und dies kann nur durch den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, bei den Kleinsten beginnend, erfolgen!“ Das Ausscheren Niederösterreichs sei nicht nachvollziehbar, gerade weil es in Niederösterreich Aufholbedarf gebe, so Königsberger-Ludwig. Die VerliererInnen durch die Kürzungen seien eindeutig die niederösterreichischen Familien.
„Einerseits wird der 12-Stunden-Tag durchgepeitscht, andererseits Mittel für die Kinderbetreuung und Kinderbildung gestrichen. Für viele Familien und vor allem für Frauen wird sich die Lage zuspitzen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wo zukünftig bis zu zwölf Stunden täglich gearbeitet werden soll, ein Ding der Unmöglichkeit werden“, so Königsberger-Ludwig.
SP-Gemeindevertreter fordern Regierung zu verantwortungsvollem Handeln auf
„Wir fordern schon seit längerer Zeit die Verlängerung der Mittel für die drei 15a-Vereinbarungen im Bereich der Kinderbetreuung. Die gesellschaftlichen Anforderungen in diesem Bereich sind insbesondere durch den vom Nationalrat beschlossenen 12-Stunden-Tag enorm gestiegen. Nun hat die Regierung ausgerechnet bei diesem Bereich gekürzt. Dabei wird gerade hier jeder Euro gebraucht“, kritisieren die SP-Gemeindevertreter, Niederösterreichs GVV-Präsident Rupert Dworak, Kärntens Gemeindebund-Präsident Peter Stauber und Burgenlands GVV-Präsident Erich Trummer.Konkret geht es dabei um die Vereinheitlichung von bisher drei Bund-Länder-Vereinbarungen für die sprachliche Frühförderung (20 Mio. Euro), den Ausbau der Kinderbetreuung (52,5 Mio. Euro) und den Ersatz für das erste kostenlose verpflichtende Kindergartenjahr (70 Mio. Euro). Ursprünglich waren dafür statt der bisher jährlich aufgewendeten 142,5 Millionen Euro nur mehr 90 Millionen Euro im Budget vorgesehen. Am Mittwoch präsentierte Familienministerin Juliane Bogner-Strauß, dass sie sich mit Finanzminister Hartwig Löger auf zumindest 20 Millionen Euro mehr einigen konnte.
„Das sind immer noch um mehr als 30 Millionen Euro zu wenig. Die Anforderungen an den Ausbau der Kleinkindbetreuung und die flexibleren Öffnungszeiten steigen und gleichzeitig werden die Mittel stark zusammengekürzt. Dafür muss man kein Mathematiker sein, um zu wissen, dass sich das nicht ausgehen wird.“
„Es ist wichtig, dass die Regierung den gesellschaftlichen Ansprüchen nachkommt und dafür entsprechende Mittel bereitstellt. Auch die Gemeinden müssen sich an den Stabilitätspakt halten und müssen unverhältnismäßige Ausgaben streichen. Die jetzigen Pläne werden die Gemeinden vor unlösbare Herausforderungen stellen. Wir warnen nur davor, dass ähnliches passiert, wie beim Bildungsinvestitionsgesetz – nämlich, dass die Mittel nicht abgeholt werden, weil die Anforderungen viel zu hochgeschraubt sind“, so die drei abschließend.
Geht es nach den Plänen der schwarz-blauen Regierung, dann werden wir künftig bis zu 12 Stunden am Tag und 60 Stunden in der Woche arbeiten müssen, gleichzeitig soll bei der Kinderbetreuung eingespart werden.
Laut SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek seien für die Kinderbetreuung im nächsten Jahr nur lächerliche 1.000 Euro budgetiert. Das bringt auch die sozialdemokratischen GemeindevertreterInnen in Niederösterreich auf die Palme.NÖ GVV Präsident Bgm. Rupert Dworak: „Mehr und länger arbeiten lassen, aber weniger Geld für Kinderbetreuung zur Verfügung stellen, das geht gar nicht! Die Regierung ist beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze säumig, erst für 26 Prozent der Unter-Drei-Jährigen gibt es Betreuungsplätze. Da hat Familienministerin Juliane Bogner-Strauß echten Handlungsbedarf.
Außerdem brauchen die Gemeinden, die schon jetzt das Betreuungsangebot für das nächste Jahr im Auge haben müssen, Finanzierungs- und Planungssi-cherheit für mehrere Jahre. Die Gemeinden können hier nicht einfach im Stich gelassen werden, noch dazu bei Maßnahmen, die der Bund in der Vergangenheit schon längst beschlossen hat. Ich fordere daher mit Nachdruck, dass den Gemeinden die Kosten für die Kinderbetreuung mit einer neuen 15a-Vereinbarung weiter vergütet werden.“
Der NÖ GVV startete mit dem Pensionistenverband NÖ und der Volkshilfe NÖ eine Infokampagne, die ab Herbst in den Gemeinden über verfügbare Sozialleistungen der öffentlichen Hand informieren wird.
Gemeinden, die sich an der Vortragsreihe aktiv beteiligen, werden 2019 als „Seniorenfreundliche Gemeinde bzw. Initiative“ ausgezeichnet.
Welche (Geld)leistungen der öffentlichen Hand können ältere Menschen in Anspruch nehmen? Wie komme ich zu mehr Pflegegeld? Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass ein Familienangehöriger Demenz hat und gibt es finanzielle Unterstützung? Antworten auf diese Frage erhalten Interessierte ab kommendem Herbst bei der gemeinsamen Infokampagne.
„Die sozialdemokratischen GemeindevertreterInnen sehen es als ureigenste Aufgabe, den Menschen in ihrer Gemeinde persönlich, direkt und unmittelbar anzusprechen und ihnen zur Seite zu stehen, wenn sie Infos benötigen“, so NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak, „ich bin zuversichtlich, dass viele Gemeinden gerne diese Kampagne aktiv unterstützen.“
„Gerade Ältere werden durch die Ankündigungen der Bundesregierung immer wieder verunsichert“, weiß PVNÖ-Präsident Hannes Bauer, „nach dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes sollen die Menschen künftig nicht in die Notstandshilfe kommen, sondern in die Mindestsicherung fallen – wo im Gegensatz zur Notstandshilfe keine Pensionszeiten angerechnet werden. Auch setzt der Anspruch auf Mindestsicherung eine völlige Vermögenslosigkeit, bei einem Schonvermögen von rund 4.000 Euro, voraus, um Mindestsicherung beantragen zu können. Da wird von der Regierung Entscheidendes verschwiegen oder nicht mit allen Konsequenzen dargestellt.“
Alle Gemeinden, die bis Sommer 2019 aktiv drei Vorträge abhalten, werden im Herbst als „Seniorenfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet. Erfolgt die Organisation nicht durch die Gemeinde, sondern durch Personeninitiativen, erfolgt die Auszeichnung als „Seniorenfreundliche Initiative“. Die Themen der Vortragsreihe sind Pflegegeld, Demenz, Gedächtnistraining, Seniorensicherheit, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Erbschaften, Angebote der Volkshilfe NÖ und 24-Stunden-Betreuung, Mindestsicherung, Notstandshilfe und Hilfsfonds. „Wir bringen gerne unsere Fachexpertise ein“, so der Präsident der Volkshilfe NÖ Ewald Sacher, „wir unterstützen bei der Pflegegeldstufenerhöhung ebenso wie bei anderen Themen, die den Menschen wichtig sind, wie Beratung über Dienstleistungen, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung.“
Ein digitaler Wettbewerb in Zusammenarbeit mit den nö. GVVs um Niederösterreich „flächendeckend zu bewegen“ (O-Ton Sportlandesrätin Petra Bohuslav.
Egal ob man gerne wandert, läuft oder am liebsten mit dem Fahrrad unterwegs ist, von Juli bis September zählt jede Minute Bewegung in der freien Natur. In diesem Zeitraum sucht SPORT.LAND.Niederösterreich wieder mithilfe von „Runtastic“ und in Kooperation mit den beiden NÖ-Gemeindevertreterverbänden die aktivste Gemeinde Niederösterreichs. „Mit Hilfe digitaler Systeme wollen wir mit diesem Wettbewerb flächendeckend alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, von jung bis alt, zur regelmäßigen Bewegung motivieren“, so Sportlandesrätin Petra Bohuslav. Im vergangenen Jahr konnten von 8500 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits über 2,5 Millionen Bewegungsminuten gesammelt werden. Diese Zahl soll heuer sogar noch übertrumpft werden.
So funktioniert der Wettbewerb:
Am 2. Juli 2018 ist der Startschuss zum Wettbewerb. Wenn du deine Gemeinde aktiv bei der NÖ-Challenge unterstützen willst, gibt es nur drei Dinge zu tun:
• 1. „Runtastic-App“ auf das Smartphone laden,
• 2. Auf www.noechallenge.at zum Wettbewerb anmelden
• 3. Sport treiben und sich so viel wie möglich bewegen.
Jede sportliche Minute wird anschließend von der App dokumentiert und gleichzeitig automatisch auf das Bewegungskonto der jeweiligen Gemeinde gutgeschrieben. Auf der Homepage hat man dabei immer die Möglichkeit die aktuelle Rangliste des Wettbewerbs anzusehen. Abgerechnet wird das große niederösterreichische Bewegungskonto am 30. September 2018. Danach werden die Ortschaften mit den meisten gesammelten Bewegungsminuten pro Einwohner geehrt und ausgezeichnet. Neben den drei aktivsten Gemeinden in den vier Kategorien „0 – 2500 Einwohner“, „2501 – 5000 Einwohner“, „5001 – 10.000 Einwohner“ und „über 10.000 Einwohner“, gibt es in einer allumfassenden Individualwertung auch wertvolle Sachpreise für die 100 aktivsten Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Wettbewerbs.
Gemeinden sind gefordert, ihre Bewohner zu aktivieren
Um bei der NÖ-Challenge vorne dabei zu sein, sind auch die Gemeinden gefordert ihre Bewohner zu motivieren sich beim Wettbewerb anzumelden. Eine große Rolle spielt dabei die Aktivierung der örtlichen Vereine, Organisationen und Netzwerke. Zur Unterstützung wurden bereits verschiedene PR-Maßnahmen gesetzt die gerne von jeder Gemeinde zur Bewerbung genutzt werden können. Alle Infos dazu gibt’s auf der Homepage von SPORT.LAND.Niederösterreich.
Statements zum Wettbewerb: NÖ Gemeindebund-Präsident LAbg. Bgm. Mag. Alfred Riedl: „Das Thema Bewegung betrifft uns alle. Egal ob jung oder alt, ob Hobbysportler, Spitzensportler, jeder kann mitmachen – auch in den Gemeinden. Mit der NÖ-Challenge wollen wir die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zu mehr Sport und Bewegung im Alltag motivieren. Aus diesem Grund sind die Gemeinden auch gerne Kooperationspartner dieser Aktion und freuen sich, wenn viele mitmachen – im eigenen Interesse für nachhaltige Gesundheitsförderung, Vorsorge und Vitalität. Der Wettbewerb soll motivieren, sportlich aktiv zu werden.“
NÖ GVV-Präsident Bgm. Rupert Dworak: „Nicht nur der Spitzensport bewegt Massen, sondern es ist wichtig, dass der Sport in seiner Gesamtheit viele Menschen bewegt. Die Basis für Sport und Bewegung wird in unseren Gemeinden mit ihren zahlreichen Vereinen gelegt, weshalb es mich sehr freut, dass mit der NÖ-Challenge eine Aktion gestartet wurde, welche die Menschen gemeindeübergreifend zur Bewegung motiviert. Gleichzeitig wird mit dieser Form des Wettbewerbs auch auf die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft reagiert, die auch im Sport neue Gegebenheiten schafft.“ Insgesamt ist es ein schönes Zeichen für den Breitensport, dass hier organisationsübergreifend zusammengearbeitet wird, um gemeinsam mehr Menschen nachhaltig zur regelmäßigen Bewegung zu motivieren.
Bild zum Download:
Bild (v.l.): NÖ GVV-Präsident Bgm. Rupert Dworak Sportlandesrätin Petra Bohuslav, NÖ Gemeindebund-Präsident Bgm. Alfred Riedl. Fotocredit: SPORT.LAND.Niederösterreich
Der schon traditionelle „Sommerabend in Rot“ der sozialdemokratischen GemeindevertreterInnen in NÖ ging heuer am 21. Juni im Garten des Kulinarium Kuefstein in St. Pölten über die Bühne.
Im schönen Ambiente mit tollem Blick auf die Landeshauptstadt hatten auch diesmal wieder mehr als 400 Gäste die Möglichkeit, mit Landesparteivorsitzenden LH-Stv. Franz Schnabl, LRin Ulrike Königsberger-Ludwig sowie mit den NÖ GVV-Spitzen Präsident Rupert Dworak und Direktor Ewald Buschenreiter in lockerer Atmosphäre zu plaudern, Anliegen vorzubringen. Thematisch stand dabei bei diesem Come-together schon die Gemeindesratswahl 2020 im Mittelpunkt.
NÖ GVV Präsident Bgm. Rupert Dworak:
„Nach der erfolgreich geschlagenen Landtagswahl haben wir uns keine Ruhepause gegönnt und in der ersten Jahreshälfte voll weiter gearbeitet. Dabei ist uns gelungen, beim Kommunalgipfel 2018 ein herzeigbares Ergebnis und für die Gemeinden Planungssicherheit bis 2021 zu erzielen.
Natürlich haben wir auch schon einen Grundstock für die Gemeinderatswahlen 2020 gelegt, indem wir uns daran gemacht haben, alle Gemeinden genau zu analysieren – um danach punktgenau die nötigen Maßnahmen setzen zu können.
Und wenn man so viel arbeitet wie wir alle, dann darf man auch mal einen schönen Sommerabend wie heute gemeinsam verbringen, um ein bisschen zu feiern und sich in auszutauschen.“
Landesparteivorsitzender LH-Stv. Franz Schnabl:
„Rupert Dworak und ich sind uns einig, die kommende Gemeinderatswahl 2020 für die nö. Sozial-demokratie erfolgreich zu schlagen. Der derzeitige SPÖ-Anteil bei Gemeinderatswahlen von rund 31 Prozent ist ein Faktor in diesem Land. Wichtige Städte und Orte werden von sozialdemokratischen BürgermeisterInnen geführt und für uns ist ganz klar, dass wir das nicht nur halten, sondern auch ausbauen wollen. Wir werden bei der Gemeinderatswahl ein kräftiges Zeichen dafür abge-ben, dass man mit der Sozialdemokratie auch in Zukunft rechnen muss!“
Ebenfalls u.v.a. beim GVV-Sommerabend: Alt-LH-Stv. Ernst Höger, NÖ GVV-Ehrenpräsident Alt-Bgm. Bernd Vögerle, SPNÖ LGF Wolfgang Kocevar, SPNÖ Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt, PVNÖ-Präsident Hannes Bauer, ÖGB Landessekretär Christian Farthofer, Bgm. Matthias Stadler (StP), Bgm. Reinhard Resch (Krems), Paul Ambrozy (Landesdirektor Wr. Städtische).
Zahlreiche BürgermeisterInnen, Abgeordnete zum Landtag und Nationalrat und GemeindemandatarInnen.
11. Europatag des deutschen Städte- und Gemeindebundes mit dem Österreichischen Gemeindebund in Brüssel
Die Zukunft des EU-Haushaltes, die starke Rolle der Gemeinden und Städte für ein funktionierendes und handlungsfähiges Europa, sowie die Frage der Subsidiarität standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Tagung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes mit dem Österreichischen Gemeindebund in Brüssel. Die beiden kommunalen Spitzenverbände vertreten insgesamt mehr als 13.000 Gemeinden und Städte in Österreich und Deutschland und arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen. Im Rahmen des Europatages wurde eine gemeinsame Deklaration zur Zukunft Europas mit starken Kommunen beschlossen.
„Die kommunalen Herausforderungen sind in Österreich und Deutschland durchwegs ident. Von der Frage der Zusammenarbeit zwischen urbanen und ländlichen Regionen, über den Breitbandausbau bis zum Thema Gemeindefinanzierung“, so Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl. „Wir haben auch ein gemeinsames Ziel: Ein starkes Europa mit starken Gemeinden und Städten. Die Zukunft Europas ist untrennbar mit der Zukunft der kommunalen Selbstverwaltung verbunden. Denn wir sind die direkten Ansprechpartner der Bürgerinnen und Bürger und wissen am besten, wie wir die Angelegenheiten vor Ort zu regeln haben.“
Für alle Vertreterinnen und Vertreter der beiden kommunalen Spitzenverbände ist klar, dass sich die EU weniger um Detailregelungen kümmern und sich auf die Lösung der gesamteuropäischen Fragen beschränken solle. Das bringt mehr Bürgernähe und letztlich eine höhere Akzeptanz und Unterstützung für die europäische Integration. Europa ist zu vielfältig, weswegen eine Regel für alle nicht funktioniert. Gerade die lokalen und regionalen Spielräume müssen erhalten bleiben.
Besucht wurde die Tagung in Brüssel von hochrangigen politischen Gästen. Der EU-Kommissar Günther H. Oettinger stellte die Haushaltspläne der EU-Kommission vor und diskutierte dieses Thema mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus Deutschland und Österreich. Die EU-Abgeordneten Othmar Karas, Peter Simon und Sabine Verheyen stellten aktuelle Themen des EU-Parlaments vor. Der Präsident des Ausschusses der Regionen und Kommunen der EU, Karl-Heinz Lambertz, sprach zu den Themen Subsidiarität und Verhältnismäßigkeit in Europa.
„Seit vielen Jahren arbeiten unsere beiden Verbände intensiv zusammen. Der regelmäßige persönliche Austausch über inhaltliche Fragen, die Gemeinden und Städte betreffen, ermöglicht gemeinsame starke Positionen. Unser Ziel ist stets ein effizientes, zielorientiertes Handeln in allen Gemeinden im Sinne der Bürgerinnen und Bürger“, so der Vorsitzende des EU-Ausschusses des Österreichischen Gemeindebundes Gemeindebund-Vizepräsident Bürgermeister Rupert Dworak
Am Bild (v.l.): Riedl, Dworak, Brunnet, Oettinger Quelle: Österreichischer Gemeindebund
Der Kommunalsprecher des SPÖ-Parlamentsklubs kritisiert fehlende Budgetmittel für thermische Sanierung: „Die Kommunen sind auf Investitionsoffensive für thermische Sanierung angewiesen!“
Andreas Kollross übt Kritik an der heute präsentierten Klima- und Energiestrategie dahingehend, dass auch nach der konstruktiven Parlamentarischen Enquete dazu, nachhaltige Strategien, Mittel und Verbindlichkeiten fehlen: „Entgegen der Ankündigung im Regierungsprogramm wird die thermische Sanierung nur für zwei Jahre verlängert, wie auch generell es an einem ausreichenden Budget für den Klimaschutz fehlt“, so der Trumauer Bürgermeister und Kommunalsprecher im SPÖ-Parlamentklubs.
Kollross kritisiert darüber hinaus, dass die Gemeinden insgesamt „nicht in die Strategiepläne eingebunden waren“. „Eine erfolgreiche Strategie funktioniert nur von unten nach oben, das heißt, dass diese Bundesregierung die Kommunen besser einbinden muss“. So könne man die Ziele der Klimastrategie nicht erreichen. Dem SPÖ-Kommunalsprecher fehlt neben ausreichenden Mitteln für die thermische Sanierung und der Einbindung der Kommunen, „besonders ein Konzept für den Ausbau des regionalen öffentlichen Verkehrs“. „Österreich braucht dringend ein Umsetzungspaket für saubere Mobilität und frische finanzielle Mittel“, so Kollross.
BGM-Wahlkrimi gestern Abend: Zwei Wahldurchgänge brachten kein Ergebnis zwischen den beiden Kandidaten von ÖVP und SPÖ. So machte ein Los-Entscheid den SPÖler Herbert Porsch (58) zum neuen Bürgermeister.
Die kleine Marktgemeinde Obersiebenbrunn im Bezirk Gänserndorf gilt seit Jahrzehnten als lokalpolitisch überaus heikles Terrain. Allein zwischen 1982 und 1985 gingen dort gleich drei Gemeinderatswahlen über die Bühne. Und auch heute ist die Situation im Ortsparlament recht kompliziert, wie die aktuellen Ereignisse beweisen.
Derzeit sieht die Mandatsverteilung so aus: 7 SPÖ, 5 Bürgerliste GO7, 4 ÖVP, 2 Bürgerliste OBL und der unabhängige Heinrich Brandstetter (1).
Nach dem Rücktritt des ÖVP-Bürgermeisters kam es gestern Abend im Gemeinderat zu einer Neuwahl des Orts-Chefs. Zwei Kandidaten bewarben sich um das Führungsamt, der GGR Herbert Porsch, Ortpartei- und Fraktionsvorsitzender der SPÖ, sowie der bisherige ÖVP-Vizebürgermeister Rudolf Greul.
Zwei Wahldurchgänge brachten jeweils mit 9:9 und einer ungültigen Stimme das gleiche Ergebnis – und damit keine Entscheidung. Also wurde – wie in der nö. Gemeindeordnung vorgesehen – ausgelost, wer der neue Bürgermeister wird. Und das Glück war auf der Seite von Herbert Porsch. Der ÖVPler Greul bleibt Vizebürgermeister.
Der Techniker Herbert Porsch ist Vater von drei Kindern, sitzt schon seit 1985 im Ortsparlament und hat sich um seine Heimatgemeinde schon sehr verdient gemacht. Porsch: „Ich bin sehr glücklich jetzt Bürgermeister zu sein und ich werde mich gleich voll in die Arbeit stürzen. Erst gilt es ein paar liegengebliebene Projekte wegzuarbeiten, dann werden wir uns neuen widmen.“
NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak: „Ich gratuliere Herbert Porsch zur seiner neuen Herausforderung. Er ist ein sehr umsichtiger und erfahrener Kommunalpolitiker, der für seine Heimatgemeinde schon viel geleistet hat. Er wird sicherlich auch einen hervorragenden Bürgermeister abgeben.“
Gestern hat der Gemeinderat (8 SPÖ, 7 ÖVP) Birgit Krifter (44, Bild) einstimmig zur Nachfolgerin von Helmut Schagerl (58) gewählt.
Nach knapp neun Jahren an der Gemeindespitze hatte Helmut Schagerl sein Bürgermeisteramt zur Verfügung gestellt. Gestern Abend wurde die bisherige geschäftsführende SPÖ-Gemeinderätin Birgit Krifter auch mit allen Stimmen der ÖVP zur neuen Bürgermeisterin der knapp 600-EinwohnerInnen-Gemeinde gewählt. Ex-LAbg. Schagerl verbleibt als einfacher Mandatar im Ortsparlament.
Die diplomierte Krankenschwester, die seit Nov. 1995 für die Volkshilfe arbeitet, sitzt seit 2010 im Gemeinderat und avancierte 2013 zur geschäftsführenden Gemeinderätin. Sie ist ledig und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.
Krifter freut sich über den Vertrauensvorschuss, der ihr bei ihrer Wahl auch von der MandatarInnen der Opposition entgegengebracht wurde. Und wie will sie ihr neues Amt anlegen? Krifter: „Wie auch in den letzten Jahren in der Gemeinde praktiziert, wird auch in Zukunft die Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensqualität im Mittelpunkt der Gemeindepolitik stehen. Eine Herausforderung für unsere kleine Gemeinde wird sicher die finanzielle Situation werden, die ohne Unterstützung nur schwierig bewältigbar sein wird.
Durch meine berufliche Erfahrung werde ich meinen Schwerpunkt auf die sozialen Aspekte legen. Dafür ist mir eine gute Zusammenarbeit auf der gesamten Gemeindeebene sehr wichtig. Deshalb werde ich mich auch um einen gemeinsamen Weg mit der ÖVP-Fraktion bemühen. Auch die Belebung des Dorferneuerungsvereins sowie des unseres Ortskerns sind mir ein besonderes Anliegen.“
NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak zum Wechsel an der Gemeindespitze: „Helmut Schagerl hat sich durch Projekte wie den Ybbstalradweg, die Sanierung der Wasserversorgung, die Sanierung des Bahnhof Kogelsbach samt Umbau zum Radweg-Stüberl Kogelsbach für die Gemeinde und ihre BürgerInnen verdient gemacht. Dafür ist ihm großer Dank auszusprechen.
Seiner Amtsnachfolgerin Birgit Krifter gratuliere ich zum einstimmigen Votum und wünsche ihr für ihre neue verantwortungsvolle Aufgabe alles Gute. Sie ist eine überaus engagierte Frau und ich bin mir sicher, dass sie diese Herausforderung erstklassig meistern wird.“
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