Dass der Verfassungsgerichtshof den SPÖ-Einspruch zum Wahlergebnis 2025 akzeptiert und eine Wiederholung des Urnengangs angeordnet hat, hat sich für die Sozialdemokraten in Kematen nicht ausgezahlt.
Die Gemeinderatswahl vom Jänner 2025 musste in Kematen (AM) am 22. März 2026 wiederholt werden. Das hatte der Verfassungsgerichtshof so angeordnet, weil es bei der GRW-2025 bei 19 Wahlkarten zu Unregelmäßigkeiten gekommen war. Damit anerkannte der Verfassungsgerichtshof einen entsprechenden Einspruch der SPÖ-Kematen.
Bei der Wiederholung des Urnengangs Ende Jänner 2025 war es zu folgendem Ergebnis gekommen: 12 ÖVP (-2), 9 SPÖ (+2). Die frühere SPÖ-Gemeinde war 1995 von der ÖVP „gedreht“ worden und stand seitdem unter einer ÖVP-Regierung.
Bei der aktuellen Wahlwiederholung waren wieder nur ÖVP und SPÖ als kandidierende Parteien zugelassen, also nur jene Gruppen, die auch 2025 angetreten waren.
SPÖ-Spitzenkandidat Matthias Fischböck (43, Bild), ist Angestellter, privat in einer festen Beziehung, Vater von drei Kindern (3 ½, 7 und 8 Jahre) und hat nun im Wahlkampf alle 1.200 Haushalte seiner Heimatgemeinde besucht.
Trotzdem war das Wahlergebnis vom 22. März 2026 für die SPÖ nicht zufriedenstellend: Die ÖVP von Bgm.in Juliane Günther erreichte 12, die SPÖ 8 Mandate. Die Wahlbeteiligung lag jetzt bei 70,76 Prozent, 2025 bei 70,72 Prozent.
Foto: M. Swoboda

