Ein gelungener Vorstoß, um das Vertrauen und die Verbundenheit zwischen Heer, Gemeinden und BürgerInnen zu stärken.
„Wir haben alle Bürgermeister mit einem besonderen Bezug zum Bundesheer zu uns eingeladen. Insgesamt sind bzw. waren 14 Bürgermeister im Land bei uns beschäftigt, viele sind aktive Mitglieder etwa in der Offiziers- und Unteroffiziersgesellschaft oder im Heeressportverein. Ziel der Runde ist es, Vertrauen und Verbundenheit zwischen Bundesheer, Gemeinden und Bürgern zu stärken. Vertrauen schafft Verständnis für das, was wir tun, Vertrauen steigert auch die Wehrbereitschaft junger Menschen“, betonte NÖ Militärkommandant Brigadier Georg Härtinger. Der Einladung waren auch der Präsident des Gemeindebundes Bgm. Johannes Pressl und NÖ GVV-Vizepräsident BR Bgm. Christian Fischer gefolgt.
Mehr Austausch und Information
Johannes Pressl betonte: „Auch ich habe eine besondere Verbindung zum Bundesheer, bin Einjährig-Freiwillig dabei gewesen, habe Kader- und Truppenübungen geleistet. Gerade im Ernstfall sieht man, wie wichtig enge Verbindungen und hohes Vertrauen sind. Deshalb sind abseits von Einsätzen die Kultur- und Gemeinschaftsarbeit ungemein wichtig“. Christian Fischer tritt jedenfalls für ein Mehr an Informationen ein: „Wir stehen zu 100% hinter dem Bundesheer wobei wichtig ist, sich weiterzuentwickeln. Das Österreichische Bundesheer ist anders als zum Beispiel Rettungsorganisationen nicht vor Ort in der Gemeinde vertreten, es braucht hier für Gemeinden entsprechende Materialien bzw. Kontakte zu Angeboten und Leistungen bzw. zu Informations-Offizieren, um über Wehrdienst und Wehrersatzdienst gleichermaßen informieren zu können“.
Stellung wichtig auch für Gemeinden
Wesentlich für die Gemeinden war die Stellung – zentral für das Österreichische Bundesheer, den Wehrersatzdienst, für junge Menschen, aber auch für das Gemeindeleben. Viele Gemeinden veranstalten rund um die Stellung Informationsveranstaltungen, organisieren Busse und Sammelfahrten oder laden danach zu einem gemeinsamen Essen ein. Eine Tradition, die aber mit neuem Leben erfüllt werden sollte, Zusammenkommen, die da und dort an Bedeutung verloren haben. Eine Aufgabe, die man sich vom heutigen Austausch mitgenommen hat. Ein weiteres Thema waren Angelobungen in den Gemeinden, von denen jährlich rund 20 durchgeführt werden, Auftritte der Militärmusik oder Sicherheitstage. „Die Anfragen steigen, das sind echte Highlights, mit hunderten Gästen und Zuschauern in den Gemeinden – aber wir können nicht allen Anfragen sofort nachkommen“, betont Härtinger.
Bundesheer guter Arbeitgeber, um Gemeindearbeit vereinbaren zu können
Mit dabei war u.a. Silvia Riedl-Weixlbraun, Bürgermeisterin von Göpfriz an der Wild und Referatsleiterin am Truppenübungsplatz Allentsteig: „Das Bundesheer ist ein verlässlicher Partner und Teil unserer Kleinregion. Ich sehe mich daher als Schnittstelle zwischen Gemeinde, Bevölkerung und Bundesheer. Von Synergien in den Bereichen Krisenmanagement, Organisation, Führung oder strategische Planung profitiere ich im Besonderen“. Einer Aufgabe, der sich alle Bürgermeister verpflichtet fühlen. Der Bürgermeister von Othental, Oberst Herwig Graf: „Meine Gemeinde zählt 530 Einwohner, da informiere ich natürlich jeden einzelnen persönlich über die Stellung und alle sicherheitsrelevanten Themen“.
Foto: MilKdo NÖ

